Auch beim 2019-iger Burgkirchner Ferienprogramm waren die Freien Wähler mit ihrem traditionellen Besuch der Polizeiinspektion Burghausen dabei.

Am Dienstag den 28. August stiegen zwei Mädchen und zehn Buben mit ihren Betreuern Brigitte Eisenrieder, Sandra Schwarz und Helmut Maginot in den Zug nachBurghausen. Versorgt mit Gummibärchen -  die konfliktfrei geteilt wurden.

Vom Bahnhof Bgh. ging es dann direkt zum Gebäude der Polizeiinspektion. Nach dem Klingeln öffnete sich die gesicherte und kameraüberwachte Eingangspforte.

Im Vorraum wurde die Gruppe von den Hauptkommissaren (PHK) Herrn Eiblmeier und Hauptkommissar Herrn Grasteit empfangen. Nach der Entriegelung der Tür zum inneren des Gebäudes ging es weiter.

Im großräumigen Besprechungszimmer der Polizeiinspektion gab es eine kurze Einführung. Da wir eine relativ große Besuchergruppe waren, wurden wir in zwei 6er-Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe übernahm PHK Eiblmeier, die andere PHK Grasteit.

Folgende Bereiche der Polizeiinspektion wurden besucht:
+ Der Fuhrpark der Polizei: Im Innenhof sind Garagen und Abstellplätze für die Polizeifahrzeuge. An dem ebenfalls dort geparkten VW-Bus wurden die Gerätschaften gezeigt, die die Polizei bei der Erfassung von Verkehrsunfällen benötigt. Auch die Sirene und des Blaulichts kamen kurzzeitig zum Einsatz.

+ Die Einsatzzentrale: Das "Herzstück" der Polizeistation ist die mit Panzerglas gesicherte Zentrale im Erdgeschoss, die rund um die Uhr besetzt ist. Hier sind die wichtigen Telefone, Überwachungs- und Arbeitsbildschirme angeordnet.
Im Eingangsbereich sind auch ein Warteraum und ein Vernehmungszimmer   angesiedelt, natürlich zugangsgesichert und videoüberwacht.

 

+ Im EG ist ein eigenes Büro für die Polizisten, die sich um die Fußballfans des SV Wacker kümmern, bei Heim- und bei Auswärtsspielen.

+ Arrestzellen: Drei spartanisch ausgestattete, vergitterte Räume unterschiedlicher Größe sind im Keller untergebracht. Die jungen Besucher hatten nun die Gelegenheit, selbst zu erfahren, wie es sich hinter Gittern so anfühlt.

+ Im Keller befindet sich auch der Fitnessraum der Polizei.

+ Das Büro des Erkennungsdienstes liegt im 1OG. Dort erfolgt die erkennungs-dienstlichen Erfassung einer Person. Es wurden die Kriterien der Personen-beschreibung und insbesondere die Bedeutung des Fingerabdrucks erläutert. Von jedem der jungen Besucher wurden Gewicht und Größe festgestellt und ein Fingerabdruck mit Stempelfarbe abgenommen.

Am Ende der Rundgänge versammelten sich beide Gruppen wieder im großen Besprechungszimmer.
+ Hier erläuterten die Hauptkommissare die Ausrüstungsgegenstände eines Polizisten: Die schusssichere Weste, den Schutzhelm, einen Metalldetektor, einen Schlag- bzw. Schutzstock und einen Handschellengürtel.
Über Schusswaffen reden die Polizisten aus Prinzip nicht, zum Leidwesen der Jungs.
Aber wir konnten dann doch erfahren, dass alle Polizisten mit neuen Modellen ausgerüstet worden sind, die eine bessere Holstersicherungen haben.

In einem schriftlichen Test konnten die Teilnehmer auch noch zeigen, was sie bei dem Rundgang alles gelernt hatten. Als Bestätigung der erlangten "Fach-Kompetenz" wurde dann allen der persönliche "Kinderpolizei-Ausweis" überreicht.

Zum Abschluss bedankte sich die Gruppe bei beiden Polizeihauptkommissaren für ihre informative Führung und die Zeit, die sie sich genommen hatten. Brigitte Eisenrieder überreichte den beiden Herren für die gesamte Polizeiinspektion Kaffeepakete und Kekse (natürlich aus dem Welt-Laden). Damit verabschiedete sich unsere Gruppe und eilte zum Bahnhof.

Auf der Rückfahrt wurden dann noch die restlichen Gummibärchen verspeist. Auf die Frage an die Gruppe, ob ihnen der Besuch der Polizei gefallen habe, wurde einstimmig mit „JA“ beantwortet,  ...und auch die Betreuer konnten nicht klagen, diese Gruppe verhielt sich während des gesamten Ausflugs sehr diszipliniert.

Text: Helmut Maginot

Bilder: Sandra Schwarz u. Helmut Maginot